„Wie sprechen Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei.” (Kurt Tucholsky)  

Wie gehen Sie mit diesem Problem um, dass in diesem Zitat steckt?

Immer wieder höre ich in meinen Coachings solche Aussagen, wie:

 

„Nie bekomme ich klare Anweisungen, was ich tun soll!“

 

„… und hinterher meckert er, dass es nicht rechtzeitig fertig war! Woher soll ich denn wissen, was der mit zeitnah meint? Ich dachte im Laufe des Tages genügt!“

 

„Es war doch wohl klar, dass ich diesen Auftrag in einer Stunde brauche, auch wenn ich das nicht extra erwähne!“

 

Ich glaube ich könnte zahlreicher solcher Beispiele aufzählen und sicher kennen Sie solche Situation auch, in denen wir nicht das gleiche Verständnis zwischen dem Sender und dem Empfänger einer Nachricht haben.

 

Dadurch, dass wir sehr häufig aneinander vorbei reden, verschwenden wir einen Haufen Zeit in unserem Arbeitsalltag und handeln uns manchmal sogar die ein oder anderen Konflikte ein.

 

Kennen Sie das?

 

Der Chef, der Kunde oder ein Kollege kommen mit einem Auftrag, einem Wunsch oder ähnlichem auf Sie zu. „Bitte erledigen Sie das für mich!“ könnte in vielen Fällen der Wunsch formuliert sein. Richtig?

 

Bei Ihnen auf dem Tisch stapelt sich bereits die Arbeit und vielleicht haben Sie sich sogar am Vortag oder morgens einen Plan gemacht, was sie heute abarbeiten wollen.

Den Auftrag nehmen Sie sich und entscheiden, wann Sie ihn erledigen.

 

Meist passiert nun folgendes:

 

Sie erledigen ihn erst etwas später oder auch erst am nächsten Tag. Irgendwann zwischendurch wird dann aber gefragt, wann es denn endlich fertig ist.

 

oder

 

Sie erledigen es direkt als erstes und lassen Ihre geplanten Aufgaben liegen. Oft bekommen Sie dann aber als Reaktion die Verwunderung, weshalb es so schnell ging, es hätte doch auch Zeit bis morgen gehabt.

 

Sehr oft erkennen wir nicht wirklich von alleine, wie wichtig eine Aufgabe ist und bis wann sie der Auftraggeber erledigt haben möchte. Also entscheiden wir ins Blaue hinein und liegen meist falsch. Oft ist dann Ärger vorprogrammiert, weil wir entweder nicht rechtzeitig liefern oder unsere eigenen wichtigen Aufgaben unnötig liegen geblieben sind.

 

Das sorgt für Unmut, kostet Energie und vermasselt einem am Ende auch noch den Feierabend, den man doch in seiner Freizeit noch in Ruhe genießen wollte.

 

Hier gibt es ein einfaches Rezept!

 

Reden Sie MEHR und KLARER miteinander und Sie gewinnen wieder mehr Zeit und Spaß in Ihrem Job und können so auch wieder mehr die Freizeit genießen.

 

Fragen Sie als Empfänger nach, bis wann muss es erledigt werden und wie wichtig es ist. Geben Sie als Sender klare Aufträge und teilen Sie mit, was muss von wem bis wann in welcher Form gemacht werden. Erwarten Sie bitte als Sender nicht, dass der Empfänger weiß, was Sie alles in Ihrem Kopf haben. Gedankenlesen funktioniert, wie oben beschrieben, in den wenigsten Fällen.

 

Nehmen Sie sich daher bitte die vielleicht überflüssig wirkende Zeit und tauschen Sie sich gegenseitig so lange aus, bis Sie alle das Gefühl haben, dass sie von genau dem gleichen Inhalt reden.

 

Wenn Sie sich das Zitat merken und bewusst machen und bei jedem Auftrag in Erinnerung rufen und dann entsprechend klar miteinander kommunizieren, dann sollten Sie zukünftig mehr Spaß im Job haben und Ihre Freizeit nach Feierabend wieder mehr genießen.

 

Ihr

Andreas Dämon

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